Best of: Demokratie - der lange Prozess zur Mitbestimmung
Shownotes
Wiederholung vom 10. April 2026
Demokratie, die Mitbestimmung durch das Volk in der Politik: Wird sie – so wie wir sie kennen – zur Seltenheit? Immer mehr zeigen sich global autokratische Züge, wo wenige Menschen die Macht an sich reissen. Gilt die Schweiz mit ihrer direkten Form der Demokratie immer noch als Modellstaat? 90 Prozent der Befragten einer Umfrage finden unsere Staatsform jedenfalls immer noch gut.
Unserem Modell ging ein «langer Prozess» voraus, erklärt René Roca. Der Historiker forscht und unterrichtet als Gymnasiallehrer zu Politik und Geschichte. Als Gründer und Leiter des «Forschungsinstitut Direkte Demokratie» glaubt er auch «nicht, dass es ein Modell ist, welches man anderen Ländern einfach überstülpen kann».
Nationalrat Marc Jost sieht auch die Demokratie in der Schweiz unter Druck: «Das hat mit der weltweiten politischen Situation zu tun. Damit, dass einzelne starke Führer immer mehr Macht an sich reissen und sich die Freiheit nehmen, weitreichende Entscheidungen zu fällen, ohne dass Parlamente oder die Bevölkerung mitreden.» Ihm selbst ist als Politiker der Evangelischen Volkspartei die Demokratieförderung ein Anliegen. Das Schweizer System werde «zurecht in anderen Ländern immer noch geschätzt».
Der Ethiker und Theologe Thomas Schirrmacher weiss, dass die Geschichte der Demokratie in Europa auch mit der Kirchengeschichte zu tun hat. Nicht zuletzt mit Entwicklungen während der Reformation. Seither und bis ins 20. Jahrhundert hinein wurden «viele protestantische Länder zu Demokratien». Demokratie sei also auch «ein protestantischer Gedanke». So könne man Regierende eben auch abwählen, ohne dabei immer einen Konflikt oder Krieg anzuzetteln.
Stimm- und Wahlrecht muss aber auch wahrgenommen werden. (Wie) machen das die Leute? Und wie schätzen sie die Demokratie? Neben den Stimmen von Fachleuten hören wir in dieser Podcast-Folge auch Passanten von einer Strassenumfrage.
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Im Podcast zu hören:
• Dr. mult. Thomas Schirrmacher | Theologe, Ethiker und Rats-Präsident Int. Gesellschaft für Menschenrechte • Dr. phil. René Roca | Historiker, Lehrer und Leiter Forschungsinstitut Direkte Demokratie • Marc Jost | Nationalrat EVP Schweiz • Strassenumfrage
Autor/Host und Redaktionsteam: Georg Hoffmann, Angela Albrecht, Raffael Stegmayer
Links:
https://www.profuturis.ch/de/beitrag/beziehungsstatus-bevoelkerung-und-demokratie
https://blog.nationalmuseum.ch/2022/05/die-direkte-demokratie-der-schweiz/
Transkript anzeigen
00:00:00: Relevant, das Wochenmagazin ist gerade im Sommerpause.
00:00:03: Aber Ende August gibt es wieder neue Folgen.
00:00:05: Wir haben aber noch Best-Off von schon produzierten Folgen für die Sommerpause.
00:00:10: heute ein Volk vom April.
00:00:12: Da geht es um Demokratie und der Längeprozesse bis man so etwas hat wie wir das in der Schweiz kennen und wie wir hier im internationalen Vergleich stehen.
00:00:34: Heute mit mir Angela Albrecht.
00:00:36: Dass wir drei- bis viermal im Jahr abstimmen können, das ist für uns in der Schweiz ganz normal.
00:00:41: Wir können mitreden und mitbestimmen in der Politik.
00:00:45: Und zwar noch viel mehr als die meisten anderen demokratisch regierten Länder.
00:00:50: Mit diesem System sind die allermeisten Schweizerinnen und Schweizer zufrieden.
00:00:54: Das zeigen auf alle Fälle aktuelle Schweizer Umfragen zu dem Thema.
00:00:59: Neun von zehn Befrägten haben gesagt, dass sie Demokratie bei uns gut findet.
00:01:04: Was wir dann aber daraus machen an den Urnen, das ist eine andere Frage.
00:01:08: Nicht einmal ganz die Hälfte von allen, die dürfen oder stimmen, sind im Schnitt von allen Abstimmungen überhaupt an der Urne.
00:01:17: So kann man in der aktuellen Zahl vom Bundesamt für Statistik zu der Stimmbeteiligung nachlesen.
00:01:23: Viele Menschen sind demokratiemüde.
00:01:26: Auch das ist in der aktuellen Studie herausgekommen.
00:01:28: Wir können sagen, unser Verhältnis zu Demokratie ist kompliziert und darum stellen wir die Demokratie heute mal ins Rampenlicht.
00:01:37: Wir schauen was Demokratie der Schweiz noch besonders speziell macht auch im internationalen Vergleich.
00:01:43: Wir fragen Menschen auf der Strasse wie wichtig ihnen Demokratie sind und wir schauen wie Demokratie überhaupt entstanden ist und welchen Einfluss Christentum und christliche Wert darauf gehabt haben.
00:01:55: Dass es heute überhaupt Demokratie so gibt, wie wir sie kennen.
00:02:04: Schweizerinnen und Schweizer sind stolz auf Demokratie und die meisten sind auch heute noch von diesem Staatsforum sehr überzeugt.
00:02:10: Dass es Demokratie überhaupt gibt ist ja nicht selten verständlich.
00:02:13: In vielen Ländern haben früher Könige oder sonstige Oberheupter über das Volk entschieden.
00:02:19: Wie ist die Idee entstanden, dass das Volkt zusammen entscheidet und alle gleichberechtigt sind?
00:02:25: Georg Hofmann ging in diese Frage nach.
00:02:28: Was versteht man unter Demokratie?
00:02:30: Was ist die demokratische Systeme?
00:02:33: Wie sich diese historisch also in der Weltgeschichte entstanden, mit solchen Fragen haben wir zu René Roca dürfen.
00:02:40: Er ist Historiker und Leiter vom Argauer Forschungsinstitut direkter Demokratie.
00:02:47: Und als Gimilehrer unterrichtet er auch selber Geschichte.
00:02:51: So weiss er auch, dass wenn man in der Weltengeschichte zurückgeht, dann findet man eine demokratische an verschiedenen Orten auf der Welt.
00:03:00: Wir entdecken immer wieder Kulturen, die ein Thema waren.
00:03:05: Partizipation und Mitbestimmung.
00:03:09: Man hat etwas aushandeln müssen.
00:03:11: Es sind Gruppen nicht von Menschen, die einen gewissen Entscheid treffen mussten.
00:03:17: Das heisst, das ist demokratisch immer wieder abgelaufen.
00:03:20: Das war natürlich eher eine kleinere Verbände.
00:03:24: über Familienverbände auszunehmen oder Stammenskulturen, die das kennen.
00:03:32: Zum Beispiel in Afrika.
00:03:34: Das ist etwas, was seit Urzeiten
00:03:36: geht.
00:03:37: Also kann man sich verschiedene Geschichtsepochen auch verschiedene Kulturen zuschreiben, dass sie auch demokratische Entwicklungen durchgemacht haben.
00:03:46: Rene Rocca bleibt gerade beim Beispiel Kontinent Afrika und findet spannend, was man dort alles herausgefunden hat.
00:03:54: Wie gesagt, sind das ältere Kulturen schon?
00:03:57: Wir haben das Gefühl, die Griechen erfunden.
00:04:00: Ja, gerade dann schreibt man das zu!
00:04:02: Natürlich in den Stadtstaaten der Polis.
00:04:05: Das war so etwa von Fünfzehrhundert vor Christus.
00:04:09: Haben Sie einfach das auch erprobt?
00:04:11: Es war natürlich eine ganz andere Form von Demokratie wie wir es heute kennen.
00:04:15: Es hat einfach die gewisse Anlehnungen gegeben, die haben eine sogenannte Foxversammlung gehabt.
00:04:21: Sie haben auch natürlich diese Fragen aushandeln müssen.
00:04:24: aber zum Beispiel hat man ja klar Reino gekannt.
00:04:28: Das heisst, der Gleichheit unter den Menschen, die dort gelebt haben, in so einer Stadt nicht gegeben hat.
00:04:33: Der Punkt von der Gleichberechtigung im Volk als Teil demokratischer Entwicklungen ist etwas, das wir im Laufe des Zeiten bis heute verbessert haben, was wir aber auch heute noch daran sein können.
00:04:44: Wenn wir die Hochkulturen anschauen, dass Europa stark beeinflusst wurde von Ägypten, Mesopotamien, China und Indien.
00:04:52: Die ganzen Hochkulturen haben eher so eine Hierarchie gekannt.
00:04:56: Das heisst es gab irgendeine Königin oder Kaiser.
00:04:59: Es gab etwas oben und unten.
00:05:02: Und dort kann man aber schon feststellen, dass es in den kleinen Verbänden, also in Städten der Dörfer, so ein Mitsprach gegeben hat.
00:05:11: Die
00:05:11: Völker waren früher auch noch mehr als Nomaden unterwegs.
00:05:15: Und dort, wo noch nicht alles aufgeschrieben worden sei, gebe ich die Archäologie zum Beispiel noch hinweisen.
00:05:21: Viele sind aber auch Interpretationen für Rene Rocca machte.
00:05:25: Aber es war Sinn, dass überall dort, in denen Menschen sesshaft wurden, dass sie dort haben müssen miteinander zu schlagen kommen und zusammen aushandeln miteinander.
00:05:35: Nach Genossenschafts-Prinzip von unten nach oben also der Basis im Volk nach Haufen zur Leitung.
00:05:43: Und jetzt im einen zwanzigsten Jahrhundert werden wir hier in der Schweiz ja gerne als Vorzeige-Demokratie bezeichnet, wie ist es eigentlich dazu gekommen?
00:05:51: oder anders gefragt?
00:05:52: Wie ist das zu uns gekommen?
00:05:54: Wir waren bis ins siebenzeiten Jahrhunderteile des deutschen Reiches und sechzeichtenvierzig sind eigentlich Teilgenossenschaften entstanden als souveräne Staat.
00:06:03: Das war aber dann ein Staatenbund.
00:06:06: Das waren mehr oder weniger die heutigen Kantonen wo die Verträge sich dann zusammen haben.
00:06:12: Man kann eben feststellen, ab dem Hochmittelalter, dass in den Kantonen einer Ortschaften, ob es jetzt Ur-Schweiz war oder Städte waren wie Luzern und Zürich Bern, da gab es eben demokratische Formen schon.
00:06:30: Ich meine ein Paradebeispiel für das ist die Landsgemeinde?
00:06:34: Die gibt es heute nur noch im Kanton Glarus und am Kanton Appenzell in der Rode, dass die einmal im Jahr sich treffen.
00:06:42: Und alle ist stimmberechtigter Heute oder?
00:06:44: Mann und Frau.
00:06:45: Massen auf Haus!
00:06:47: Genau, meine Glaros hat als einer von den ersten Kontenten sogar beschlossen Stimmrechtsaltern zänke auf sechzehn.
00:06:56: Das heisst Landsgemeinde ist eben auch innovativ, das geht zurück bis sie hoch mitgelauter, damit man sich trifft.
00:07:04: Die Stimmberechtung waren meistens diejenigen, die dort freie Bauern waren.
00:07:09: Dort mussten wir über den Wald reden, über Wasserversorgung usw.
00:07:16: Für
00:07:16: das brauchten wir genossenschaftliche Strukturen.
00:07:20: So sei der Begriff von unserer Schweizer Eidgenossenschaft
00:07:26: geprägt worden.
00:07:26: Was für die Schweiz wichtig ist?
00:07:29: Man leistet ein Eid auf Gemeinschaft.
00:07:31: Man will eine Gemeinsschaft dienen Man will das Beste für die Gemeinschaft, also auch der Frieden natürlich.
00:07:38: Und die Genossenschaft ist wirklich jeder hat eine Stimme und jeder kann mitreden.
00:07:44: und man tut im Schluss dann eben so einen Aushandlungsprozess kommt man in den Regeln zu guten Lösungen, die alle unterstützen können.
00:07:53: Aber auch wenn sich es bei uns bewährt, sei es nicht ein System, wo wir einfach andere Länder als Modell aufdrücken können glaubt René Roca, weil bei uns ist ja all wie eine Graswurzelbewegung entstanden eben von unten nach oben und nicht von oben nach unten drübergestülpt worden.
00:08:12: Und es hat eine lange Entwicklungszeit gebraucht als Bürger eines Kantons und einer Nation als Forscher, Historiker und Lehrer oder aber auch als ehemaligen parteilosen Gemeinspolitiker.
00:08:24: René roca hat selber so die Stärken und Schwächen der Demokratie kennengelernt.
00:08:29: Verschiedene Formen und Ansätze der Demokratie haben sich also an unterschiedlichen Orten entwickelt.
00:08:36: Bei den Recherchen zu diesem Podcast ist unser Respekt begegnet, das uns sehr spannend dunkte.
00:08:42: Demokratie, wie man sie heute versteht, ist offenbar auch eng verknüpft mit dem christlichen Menschenbild- und Wertensystem.
00:08:50: Um dazu mehr herauszufinden, habe ich mit Thomas Schirmacher geredet.
00:08:54: Er ist reformierter Theologe Ethiker und Präsident des Internationalen Raths der internationalen Gesellschaft von den Menschenrecht.
00:09:02: Und er erzählt darüber das Geschichte der Demokratie zu Europa – viel mit unserer Kilengeschichte zu tun Hegi!
00:09:09: Er sieht einen Grundstein um den Fünfzehnten und siebzehn.
00:09:13: Nämlich, wo der Reformator Martin Luther seine voivrynske These dazumal katholischen Kielen vorgestellt hat.
00:09:21: Da beklagt sich Luther nämlich dass der Papst ein Krieg gegen die Türken führen will.
00:09:26: Der Papst ist Kirche der darf überhaupt keinen Krieg führen.
00:09:29: Wer darf den Krieg für den?
00:09:30: der Kaiser?
00:09:31: Der Kaiser führt Sie aber nicht für Christen sondern für alle Bürger.
00:09:35: Da beginnt eigentlich die ganze Geschichte schon und da spielt plötzlich eben auch schon eine große Rolle.
00:09:40: Der Staat ist dafür dar, alle Bürger zu schützen ganz egal was für einen Hintergrund sie haben.
00:09:47: ja so jetzt machen wir ein ganz großen Sprung bis neunzehnundzwanzig wird also ein ganzer Schwung von protestantischen Ländern Demokratien Amerika England Deutschland.
00:10:00: Da hätte jeder gesagt eine Demokratie ist im protestantischer Gedanke.
00:10:03: das ist kein Zufall.
00:10:05: Was wollte man?
00:10:07: Die Demokratie ist eigentlich nicht erfunden worden, weil man dachte beim Wählen findet man die hübscheren oder besseren Politiker.
00:10:13: Sondern der Grundgedanke ist, man kann sie wieder abwählen.
00:10:16: Abwählern stattdessen, dass es jedes Mal einen Krieg, ein Putsch oder eine blutige Revolution müsste geben.
00:10:23: und dann nahe dies nach gibt auch immer mehr katholische Länder Demokratie angenommen
00:10:29: Und zwar fast alle Nachdem der Vatikan im zweiten vatikanischen Konzil aufgehoben hat, dass er die Demokratie als falsch ansah.
00:10:38: Weil der Vatikaner immer noch die Vorstellung hatte.
00:10:40: Der Staat denkt von Gott her und der Politiker hat eben auf dem Papst zu hören.
00:10:46: Im zweiten vatikanischen Konzil heißt jetzt umgekehrt das also diese ganze Vorstellung Religionsfreiheit usw.. Christlich ist, nicht nur gut ist und richtig, sondern eben eigentlich christlich.
00:10:58: Im Jahr nixzart achtundachtzig haben wir zwar Ausnahmen wie Korea wo natürlich die Christen eine große Rolle spielen aber immer noch sind alle fast alle Demokratien christlich ausnahme israel jüdisch.
00:11:10: Aber das fällt natürlich nicht so ganz aus dem Rahmen raus weil natürlich Die meisten dieser werte christliche Werte sind die die christen ausm alten testament aus der jüdischen tradition geerbt haben.
00:11:22: Thomas Schirmacher erwähnt, dass es nicht darum gäbe, dass andere das nicht würden können.
00:11:28: Aber rein historisch baut unsere Demokratie auf christlichen Grundlagen auf.
00:11:32: Deswegen steht und fällt die Demokratie auch damit ab Christen sie weiter unterstützen oder ob Sie da mit spielen oder eben – das hat's natürlich in der Geschichte auch gegeben – aktiv bekämpfen.
00:11:46: Natürlich gab es auch schon vorhin Kulturen und Völker, die gewisse Aspekte der Demokratie gelebt haben.
00:11:52: Wie auch schon in den Antiken.
00:11:54: Was uns aber noch nicht gegeben hat ist die Vorstellung dass das gesamte Volk gleichberechtigt ist vor dem Gesetz.
00:12:01: Die deutsche Demokratie ist unter Hitler gerade auch daran kaputt gegangen Dass sie eben wieder gesagt hat bestimmten Leute die hier leben Haben kein Staatsbürgerrecht.
00:12:11: Also ihr habt überhaupt kein Lebensrecht Aber Sie haben auch keinen Staatsbürgerecht.
00:12:15: Und am Ende hatte man eben nicht nur eine Gruppe ausgegrenzt, sondern die ganze Demokratie war tot.
00:12:21: Das ist natürlich klar.
00:12:23: aber grundsätzlich beginnt es mit diesem Gedanken dass alle gleich sind und das ist in der religiösen Tradition immer die Gottesebengewichtigkeit gewesen.
00:12:34: und übrigens wenn sie jetzt die wenigen Die wenigsten Demokratien nehmen die keine christlichen Bevölkerungsmehrheit haben.
00:12:42: Auch da ist ganz massiv immer dieser Hintergrund, dass die Gleichheit der Menschen auf die Schöpfung oder auf Gott oder ein höheres Wesen zurückgeht.
00:12:52: Das Ebenbild von Gott und die Gleichberechtigung im religiösen Sinn gelten somit auch für die Menschen, die selber gar nicht auch gut glauben.
00:13:00: Das würde leider nicht alle Menschen immer so anerkennen, sagt der Thomas Schermacher.
00:13:04: Was natürlich nicht gut für Demokratie ist.
00:13:06: Eine weitere Herausforderung in einer Demokratie sieht er aber auch darin, dass das Volk selber ein Minimum an gleichen Wert müssen hat.
00:13:14: Es fehlt natürlich der Überbau, dass eine Bevölkerungsgemehrheit gewisse Religionen und Weltanschauungen gemeinsam teilen.
00:13:22: Und ich rede ja nicht davon, dass alle in der Kirche sein müssen – das Wertezahlen Das ist ja das, was in unseren Köpfen steckt.
00:13:31: Die offiziell mit dem Christen tun gar nichts mehr zu tun hat!
00:13:34: Also wenn ich den Leuten sagen würde, was halten Sie von Liebe deinen Nächsten wie dich selbst?
00:13:39: Ja das würde die große Mehrheit immer noch als Grundlage sehen.
00:13:43: Unser ganzes Solidarsystem der Versicherung und so baut ja auf diesen Gedanken auf!
00:13:48: Und wenn es ums Thema Wertevorstellungen geht wo über Generationen weitergegeben worden sind dann kommen wir auch nicht ums thema Migration und Integration rundum.
00:13:57: Da muss man ja erst mal möchte ansehen dass Integration ganz, ganz unterschiedlich gelaufen ist.
00:14:04: Die Schwierigkeit für mich... Eigentlich ist gar nicht so schwierig wäre, auf gemeinsame Werte auszugehen.
00:14:12: Sondern dass hier jetzt greift wenn die Gruppen sich gegeneinander abgrenzen und wir dann also in der Bevölkerung praktisch eine Gruppe gegen die andere bekommen Wenn man auch nicht unterscheiden kann Und das finde ich sehr problematisch Dass wir mit bestimmten Gruppen nicht gelingt Auf diese Gemeinsamkeit zu sprechen zu kommen weil diese Feindschaft zwischen bestimmten Gruppen ihr seid das Problem und umgekehrt.
00:14:43: wir sind die Opfer, dass verhindert darüber zu sprechen.
00:14:45: Wenn ich jetzt zum Beispiel das mit dem Opfer nehme, das ist ja sogar absurd!
00:14:50: Also wenn ich jetzt sage wie sind die opfer?
00:14:53: Das funktioniert ja nur an einer Demokratie Bin interessierend denn sonst die Opfer?
00:14:58: Die Opfer interessieren ja nur, weil jeder gleich ist und jeder gleich zu behandeln hat.
00:15:02: Und ich dann sage jetzt guckt mal an wir werden hier ganz anders behandelt.
00:15:06: Gemeinsamkeit der Suche steht in Differenzen auch in den Wertehaltigen.
00:15:10: Der Thomas Schirmacher sieht das als wichtig Grundlage für eine funktionierende Demokratie.
00:15:19: Eine funktionierenden Demokratie – selbstverständlich ist das nicht!
00:15:23: Und Schweiz ist ja erst nun ein Unterfallen.
00:15:26: So viel mitentscheiden wie bei uns, das kann praktisch kein anderes Volk auf dieser Welt.
00:15:32: Wir sind quasi der Gold-Standart dieser direkten Demokratie.
00:15:36: Schweizerinnen und Schweizer können nicht nur wählen, wer regiert, sondern jede Bürgerin und jeder Bürger kann direkt in die Politik mithreden.
00:15:45: Zum Sonderfall Schweiz haben wir unsere Einschätzung gelassen von einer Stimme aus der Politik mit christlichem Hintergrund.
00:15:52: Der Margioist ist EVP Nationalrat und kennt das politische System der Schweizer Bestens.
00:15:58: Er hat mir gesagt, dass die Schweiz nach wie vor ein Vorbild ist in Punktodemokratie.
00:16:04: Ich reise viel in andere Länder und merke immer wieder, dass das Schweizer System sehr geschätzt wird – und das zu Recht!
00:16:12: Bei uns gibt es sehr viele Partizipation-Teilhaben möglich von den Bevölkerungen, die können wählen und eben auch sehr häufig abstimmen.
00:16:23: Für mich ist das so ein Ausdruck der Würde von jedem Einzelnen, die wir im christlichen Glauben haben, dass jede Person mitbestimmen kann.
00:16:32: Das ist in Schwizia sehr vorbildlich, dass wir viermal pro
00:16:37: Jahr
00:16:38: oder sogar noch mehr abstimmen können.
00:16:42: Heisst aber auch immer wieder Kompromiss muss geben, also dass man die Meinung von anderen aushalten und akzeptieren muss.
00:16:48: Aber auch hier sieht Marc Just eine gute Situation in der Schweiz!
00:16:52: Ich mache mir jetzt nicht riesige Angst um die Schweiz, aber weltweit gibt es schon Tendenzen, wo ich sehe dass vor allem der Rechtsstaatlichkeit die Frage gestellt wird.
00:17:04: Es ist ja eine Demokratie nicht einfach so das Mehrheit bestimmt Sondern auch Minderheiten sind geschützt.
00:17:11: Und zwar aufgrund der Recht, die wir Menschen haben.
00:17:14: Die Menschenrecht und unsere Grundrechte.
00:17:17: Damit ist Rechtsstaatlichkeit in einer demokratischen Art der Leitblanken auch für die Minderheit, die unterlegen.
00:17:27: Es ist gleichzeitig ohne Schutz vor Machtmissbrauch von einzelnen starken Personen in der Demokratie.
00:17:35: Und durch die Gewaltentrennung zwischen Gericht und Parlament, zum Beispiel, ist gewährleistet, dass sich einzelne Eure Währe gegen Entscheidungen ihrer Demokratie oder auch in einer Rechtsstaat sind.
00:17:51: Das geht für mich Hand-in-Hand – beides muss eigentlich geschützt werden.
00:17:54: Also einerseits gewöhnt jede Wahl, wo es mehr hat zu sein, gleichzeitig sollen aber Minderheiten auch geschützten werden?
00:18:00: Aber geht das miteinander?
00:18:02: Das ist etwas zu Risiko der direkten Demokratie, wie wir es haben.
00:18:07: Wenn die Bevölkerung sehr viel mitbestimmen kann und eine regelmässige Karpferfassung ändert – mit den Volksinitiativen – dann geht das sehr weit.
00:18:16: Und da gibt es auch Konflikte.
00:18:18: D.h.,
00:18:19: man hat plötzlich ein Konflikt zwischen dem Grundrecht des Menschen und dem, was die Mehrheit bestimmt hat.
00:18:25: In der Schweiz haben wir auch nicht in diesem Sinne eine Gewaltentrennung wie das z.B.
00:18:30: Deutschland kennt, wo es Verfassungsgerichte gibt und wo er Richter kann sagen, nein, das geht zu weit.
00:18:38: Da hat jetzt mehrheit Grenzen überschritten.
00:18:43: Und in der Schweiz ist das anders.
00:18:45: Die Bevölkerung oder das Parlament, die letztendlich sagt Geld zu grenzen oder nicht.
00:18:51: Das ist auch ein Risiko, der man aber schweizbewusst eingeht und sagt mir, wir vertrauen den Menschen, dass sie dass sie ihre Verantwortung gut wahrnehmen.
00:19:01: In
00:19:01: anderen Ländern macht das Gericht einfach eine Grenze, aber auch hier gibt es natürlich die Spannung wo jetzt diese Grenzen leiden.
00:19:07: Schliessendlich sind Richterinnen und Richtern Menschen, die das abwägen müssen.
00:19:10: Beide Varianten haben also Vor- und Nachteil für eine Demokratie.
00:19:14: Grundsätzlich macht Marc Just sich also wenig Sorge um die Demokratie in der Schweiz.
00:19:19: Sie sagen Chancen, dass wir miteinander entscheiden können.
00:19:23: Ich habe es auch schon gesagt, eine aktuelle Umfrage zeigt, dass er mit dieser Meinung nicht alleine ist.
00:19:28: Immer in neunzehn Prozent der Befräge findet Demokratie wichtig.
00:19:32: Dazu haben wir gerne noch ein paar Stimmen gehören und haben wegen dem einen Umfrag gemacht – Georg Hoffmann
00:19:38: Wie wichtig ist uns der Mensch, dass sie in einer Demokratie erleben kann, so wie wir das hier in der Schweiz kennen?
00:19:45: Mit dieser Frage bin ich zu witzigen im Zürich Oberland in einem Fussgängerzone und habe ein paar Leute dazu befragt.
00:19:52: Zuerst bin ich gerade etwas angestanden, nämlich bei einer Schülerin, die sich eben noch nicht so gross mit Themen wie Politik, Staatskunde oder Demokratie speziell und damit hier nicht mit Abstimmung oder Wahlen hat befasst.
00:20:06: Darum sagt sie auf die Frage, was sie von Demokratie halten?
00:20:10: Ich
00:20:10: bin mir noch nicht sicher.
00:20:12: Warum nicht?
00:20:13: Ich weiss nicht so.
00:20:14: Ich weisse nur richtig, was es ist!
00:20:15: Ich
00:20:15: gebe zu, als ich in Ihrem Alter war, habe mich noch nicht so richtig ausgeteilt.
00:20:20: Mit Themen wie Politik und Staatsformen ist ich ganz jungen Jahre vermeintlich noch nicht wichtig.
00:20:27: Als ich in einer Gruppe von Berufsschülern zwischen sechzehn und achtzehn bin begegnet, habe ich gemerkt – die haben sich schon damit befasst!
00:20:36: Auf die Frage, wie wichtig Ihnen ein demokratisches System ist, sagen Sie mir?
00:20:41: Die Demokratie ist sicher
00:20:43: sehr wichtig, finde ich.
00:20:45: Du kannst auch etwas entscheiden und bewirken, was wir im Einigen haben können.
00:20:51: Das ist
00:20:52: schon ziemlich sehr wichtig.
00:20:53: Warum?
00:20:55: Man muss
00:20:55: wissen für was man zustimmt oder für was
00:20:58: es immer
00:20:59: stattfindet, dass man weiß für die Zukunft
00:21:01: und
00:21:02: wie das aussehen
00:21:03: wird.
00:21:04: Dass man
00:21:04: sich irgendwie beteiligen kann, finde ich.
00:21:06: Wenn man stimmt,
00:21:07: dass es erfüllt wird durch mehr Stimmen.
00:21:11: Etwas Positives vielleicht
00:21:12: ... Die Welt verändern könnte unser Bereich.
00:21:18: Also ich finde es so wichtig und gut!
00:21:19: Ich finde das auch wichtig, wie gesagt abstehen wir ab achtzehn.
00:21:23: Ich finde es auch gut.
00:21:25: Man kann in jungen Jahren dazu beitragen zu diesem Land.
00:21:28: Das ist also schon ein Verständnis um was Volksbeteiligung im politischen System bedeutet.
00:21:35: Ganz wichtig findet es auch eine Frau als Mutter Ihren Kind so werten, wie demokratische Mitbestimmung all mitgibt.
00:21:44: Sehr wichtig!
00:21:44: Ja, ich mache immer mit.
00:21:45: Ich finde es ganz wichtig, dass auch meine Kinder sagen, dass das wichtig ist.
00:21:49: Eine Demokratie?
00:21:51: Wir müssen uns beteiligen.
00:21:53: Das heisst, wir gehen häufig abstimmen.
00:21:55: Jedes Mal wenn sie vorliegen.
00:21:56: Natürlich ja.
00:21:57: Und wo fallen eine Kantone?
00:21:59: Alles.
00:22:01: Will, dass Sie in unser System, das wir uns einbringen und mitbestimmen können, so begründet sein Ihres Engagement.
00:22:09: Und so ähnlich auch der noch etwas älter Herr, den ich kurz darauf angetriffen habe.
00:22:14: Das
00:22:14: ist Basis
00:22:15: von unserem Rechtsstaat.
00:22:16: Er hat keine
00:22:17: eigene Regierung als Diktatur.
00:22:20: Also das Volk muss singend
00:22:22: für seine rechte
00:22:23: Kampfung gewählen und abstimmen.
00:22:25: Sonst machen es andere.
00:22:27: So findet er als Berufsmann, die sich in der Freizeit um Wahlen und Abstimmungen tut.
00:22:32: Und auch eine engagierte Berufsfrau gibt mir in diese Richtung Auskunft sehr kennender Wert von Demokratie, von Beteiligung durch das Volk.
00:22:41: Sehr wichtig!
00:22:42: Warum?
00:22:43: Die Demokratie lebt davon, dass Menschen mitmachen und sich engagieren und wissen was läuft.
00:22:48: und so kann die Demokratie
00:22:49: funktionieren.
00:22:51: Wie machen Sie das selbst?
00:22:52: Ich stimme ab, ich will, wenn ich dazu aufgefordert werde.
00:22:55: Bei so viel Engagement und Interessen hat mich doch auch noch interessiert würden sich die Befragten sogar auch selber als politische Kandidatin und Kandidaten zur Verfügung stellen also selber ein politisches Amt übernehmen.
00:23:08: hier nochmal ein paar Antworten zu dieser Frage.
00:23:10: Aktuell
00:23:11: nicht,
00:23:12: weil ich sonst genug ausgelastet bin.
00:23:15: Wer weiss?
00:23:16: Man soll nie nein sagen!
00:23:18: Sollte es auch wieder, das ist jetzt eine Gemeinsrate
00:23:20: anzuholen.
00:23:22: Das ist wichtig.
00:23:23: Ich selbst bin ein Autor von Wetzigen.
00:23:25: Ich bin stillerwalt gefehlt aber ich profitiere auch davon, dass Leute meine Stimme geben würden ja.
00:23:30: Also
00:23:31: ich habe
00:23:31: mir schon mal
00:23:32: Gedanken gemacht darüber
00:23:33: wie die Schweiz aussieht
00:23:35: und
00:23:36: wie ich es zum Beispiel mit meinen Teilen
00:23:37: machen könnte, dass besser
00:23:38: wird
00:23:40: Aber
00:23:41: selber ganz oben sein.
00:23:43: Jetzt
00:23:43: finde ich,
00:23:44: bin ich noch nicht fit dafür
00:23:46: aber je nachdem
00:23:47: wie ich mich weiterentwicke und
00:23:48: wie
00:23:49: das Leben halt umgeht so
00:23:51: könnte ich mich schon sehen ein
00:23:53: paar Jahre
00:23:54: mal vielleicht
00:23:55: hier mitteilfen.
00:23:58: Vielleicht in ein paar Jahren wenn sonst nicht mehr so viel los ist.
00:24:01: aber ja im Prinzip wäre es schon besser und ich denke immer wieder darüber nach im Moment ist
00:24:06: es mir bisschen zu viel.
00:24:07: Es ist eben schon ein Haufen los mit dem Beruf, der Familie oder sonst im Privatleben.
00:24:13: Und auch als öffentliches Amt übernehmen – ja das braucht Energie und Zeit!
00:24:17: Aber die meisten, die Georg Hoffmann angetroffen hat sind politisch interessiert.
00:24:22: Wenn es dann zeitlich passen würde, wäre sie auch gern bereit, sich aktiv zu engagieren.
00:24:28: Unser Stichprobe auf der Straße ist natürlich nicht repräsentativ für das ganze Schweizer Volk Aber das, was wir gehört haben, passt zu der nächsten Studie.
00:24:37: Für alle, die sich für unsere wissenschaftliche Studie interessieren, packen wir diese gerade noch in den Shownots mit dem Link.
00:24:47: Was wir jetzt aus unserer Gespräche und auch aus der Umfrage zum Thema Demokratie mitnehmen können ist, dass Folgen so wie sie es jetzt kann in der Politik mitbestimmen, so wie wir sie in der Schweiz haben – das war ein langer Prozess.
00:24:59: Und es bedeutet für uns heute aber Freiheit!
00:25:02: Und aber auch Verantwortung!
00:25:04: Demokratie muss man pflegen und schützen.
00:25:07: Wie schnell das ehemals demokratische System abgelöst werden könnte, zeigt sich auch weltweit.
00:25:14: Und somit verabschieden wir uns auch von der aktuellen Folge von Relevanz-Wochen-Magazin.
00:25:19: Wir haben die Angela Albrecht, Raffael Stegmeier und Georg Hofmann geschaffen.
00:25:24: Es gibt aber noch ganz andere wertvolle Inhalte, welche wir von IRF Media bieten.
00:25:29: Also wenn du oder unsere umfeldlose Arbeit interessant oder sogar hilfreich findest, dann würden wir euch sehr über deine Unterstützung freuen!
00:25:37: IRF-Media lebt nämlich von Spenden.
00:25:40: Jeder Franken hilft uns, dass wir diesen und die anderen Podcasts auch noch in Zukunft produzieren können.
00:25:45: Spenden geht am besten über den Link in der Show Notes.
00:25:48: Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!
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