Armut in der Schweiz

Shownotes

Titel: Armut in der Schweiz Untertitel: Weg von Stigmatisierung hin zu mehr Verständnis

In der Schweiz sind rund 743 000 Menschen von Armut betroffen, weitere 1,5 Millionen gelten als armutsgefährdet. Trotz des hohen Wohlstands in unserem Land gehört finanzielle Unsicherheit für viele zum Alltag. Doch was bedeutet Armut in der Schweiz konkret? Welche Ursachen führen dazu? Welche Unterstützung gibt es für Betroffene?

In dieser Ausgabe von «relevant – das Wochenmagazin» sprechen wir mit Fachpersonen und einer Betroffenen über die Realität von Armut und dem Leben am Existenzminimum. Stefan Gribi von Caritas Schweiz erklärt, weshalb Armut in der Schweiz oft unterschätzt wird, welche politischen Herausforderungen bestehen und warum Themen wie bezahlbare Kinderbetreuung eine wichtige Rolle bei der Armutsbekämpfung spielen.

Einen persönlichen Einblick gibt Tabea Horvath. Als alleinerziehende Mutter und Studentin lebt sie am Existenzminimum und erzählt, wie sich finanzielle Einschränkungen auf ihren Alltag, ihre Wohnsituation und ihre Zukunftsperspektiven auswirken.

Welche Unterstützung Menschen in einer finanziellen Notlage erhalten können, erklärt Andreas Hediger von der «Unabhängigen Fachstelle für Sozialhilferecht» (UFS). Er zeigt auf, welche Anlaufstellen es gibt, weshalb sich niemand scheuen sollte, Hilfe in Anspruch zu nehmen, und warum Armut grundsätzlich jede und jeden treffen kann.

Zum Schluss werfen wir einen Blick auf die kirchliche Sozialarbeit. Monika Gerber von der Passantenhilfe Biel der Heilsarmee erzählt, wie Sozialberatung ganz praktisch aussieht. Und sie erklärt, weshalb für sie neben der fachlichen Unterstützung auch christliche Werte und die Würde jedes einzelnen Menschen eine wichtige Rolle spielen.

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Im Podcast zu hören:

• Stefan Gribi | Verantwortlicher Politische Kommunikation Caritas Schweiz • Tabea Horvath | Studentin, alleinerziehende Mutter • Andreas Hediger | Geschäftsleiter «Unabhängige Fachstelle für Sozialhilferecht» • Monika Gerber | Sozialpädagogin und Sozialversicherungsfachfrau, Heilsarmee, Passantenhilfe Biel

Autor/Host und Redaktionsteam: Maleen Kreibich, Angela Albrecht, Raffael Stegmayer, Georg Hoffmann

Links: • Caritas Schweiz: Hilfe finden | Caritas Switzerland • Unabhängige Fachstelle für Sozialhilferecht: Wir setzen uns für eine menschenwürdige Sozialhilfe ein. | UFS — Unabhängige Fachstelle für Sozialhilferecht • Heilsarmee, Passantenhilfe Biel: https://heilsarmee.ch/themen-angebote/soziale-hilfe-und-beratung/ • Anlaufstellen Sozialhilferechtsberatungen in der Deutschschweiz: https://www.sozialhilfeberatung.ch/user/data/flex-objects/documents/5203e70140c1f48afedada5fccef2ec4/2024-08-06-sozialhilferechtsberatung-deutschschweiz.pdf)) • Podcast Vis à Vis mit Tabea Horvath: Tabea Horvath: alleinerziehende Studentin am Existenzminimum

Transkript anzeigen

00:00:03: Relevant.

00:00:05: Heute

00:00:11: mit mir, Marlene Kreibich.

00:00:13: Die Schweiz ist eines der riechsten Länder in der Welt und trotzdem gibt es Wohlstände auch bei uns Menschen, die von Armout betroffen sind.

00:00:22: Und zwar nicht wenige.

00:00:24: Gemessen bundesamt für Statistik sind es über siebhundertvierzig tausend Menschen.

00:00:29: Dazu kommen nochmals übergleichen viele Menschen, welche armutsgefährdet sind.

00:00:34: Zusammengenommen ist also fast jede sechste Person in der Schweiz vor Armut betroffen oder gefährdet.

00:00:41: Aber was genau heisst denn das?

00:00:42: Aber wenn redet man von Armuts Betroffen, wie wirkt sich das konkret aus aufs Leben von Betroffenen?

00:00:49: und wer hilft, wenn es Geld nicht mehr langt?

00:00:52: Wir fragen in dieser Folge Fachpersonen warum man in der schweiz arm wird.

00:00:56: Wir sprechen mit verschiedenen Organisationen, die Hilfe anbieten.

00:01:00: Und wir lassen uns von jemandem erzählen, der direkt betroffen ist wie das ist wenn man in der Schweiz am Existenzminimum lebt.

00:01:13: Kann es wirklich sein, dass in den reichen Schweizer Menschen vor Arbeit getroffen sind?

00:01:18: Die Frage kennt Stefan Griby gut.

00:01:20: er ist verantwortlich für die politische Kommunikation von Gerritas Schweiz eine dieser Organisationen die sich für Betroffene einsetzt.

00:01:29: Angela Albrecht hat mit ihm darüber gesprochen.

00:01:32: Und er hat ihr gesagt, dass viele Menschen am X nicht so bewusst ist wie viele Leute eigentlich vor Arbeit betroffen sind.

00:01:39: Armut ist in der Schweiz eigentlich recht unsichtbar also wenn man es auf den Strassen umläuft die meisten Leute gut angelegt

00:01:48: etc.,

00:01:49: wir setzen den Leuten an und das führt dazu, dass man denkt ja wir sind ein reiches Land kann ich gar nicht sein.

00:01:55: Arm ist in die Schweiz und das ist wirklich ein Trugschluss.

00:01:59: Das Leben ist so teuer.

00:02:00: Es gibt sehr schöne Leute, die betroffen sind und wirklich jeden Franken umdrehen müssen.

00:02:07: Armut in der Schweiz ist also nicht zu vergleichen mit Armut an anderen Ländern.

00:02:11: Bei uns gibt es auch andere Lebensbedingungen.

00:02:14: In der Schweiz betrifft Armut, wenn er am Existenzminimum lebt.

00:02:24: Anrecht hat die Sozialhilfe zu beziehen.

00:02:28: Wenn man das ein bisschen zahlen ausdrückt, ist es für eine einzelne Person, dass sie so weniger als zwei Tausend Triehundert und Achtundacht zu Franken hat.

00:02:39: Das gilt eigentlich offiziell als Arm.

00:02:41: Für eine vierköpsige Familie ist das selbstständlich etwas mehr, damit sie dann viertausend Eihundert und Neunfünftig zu Franken sind, sodass die Zahlen zum Ausdruck bringen, wenn man also arm geht in der Schweiz.

00:02:56: Also wir reden hier vom Einkommen pro Monat.

00:02:59: Ein sehr höchstes Risiko für Armut hat eine Leierziehende, sagt Stefan Gribei.

00:03:04: Dort geht es bis zu einem Viertel von einer Leerziehenden sein Armuts betroffen.

00:03:09: Dann gibt es aber andere Risiken wie einen Täufer-Ausbildungsstand oder auch Leute die prekären Arbeitsverhältnisse schaffen.

00:03:18: Das sind so typische Armutsrisiken!

00:03:20: Gleichzeitig muss man betonen.

00:03:23: Es ist nicht so, dass es Gruppen gibt, die eigentlich geschützt sind vor Armut.

00:03:28: Man kann sagen, das kann alle betreffen.

00:03:30: Also es kann ein Schicksalsschlag passieren und vielleicht sein, dass wir jemanden verlegen müssen, der ein gesundheitliches Problem hat.

00:03:38: Es kann eine Scheidung sein oder eine etliche Reignis sein, die zu armutschüren.

00:03:42: Also von diesem her, es gibt Risikogruppe ja aber es kann jeden und jeder von uns betrassen.

00:03:49: Bevor jemand per Definition in die Armut keiht, gibt es noch einen grossen Bereich, der um die Armutsgrenzen umlebt oder eben nur knapp darüber ist.

00:03:59: Die Armutsgrenzen, die wir in der Schweiz haben, sind sehr tief bemessen.

00:04:03: Und wenn man diese nur ganz geringfügig würde erhöhen, sagen wir um das Fünfhundert Franken, dann verdoppelt sich eigentlich die Gruppe von Leuten, die begriffen sind und mir schon erklärt, dass die Armutzgrenze in den Schweiz zu uns... angesetzt ist.

00:04:21: Da geht es darum, dass man Sozialhilfe bezieht und Sozialhilfen nur eine Überbrückungshilfe sein sollte bis es wieder besser geht.

00:04:30: Aber wenn Leute länger auf diesem Niveau leben, ist das einfach nicht gut, weil die Handwerksspürung total durch die Einschränke.

00:04:39: Darum sagen wir, diese Armutsgefährdungsgrenzen sind europäisch vergleichbar.

00:04:46: Die sind mir wirklich betrachtet, wer untertörend ist, hat den Schweiz wirklich Mühe.

00:04:51: Also an der Gesellschaft einnehmen, dass sie fast anderthalb Millionen Menschen haben.

00:04:56: Das ist eine sehr grosse Gruppe, die hier betroffen ist.

00:04:59: Garitas Schweiz setzt sich für die Menschen, die am Existenzminimum leben und auf ihrer Webseite schreibt sie auch, dass es Schweiz ohne Armut möglich wäre.

00:05:08: Und Voraussetzungen dafür wären nicht so schlecht!

00:05:11: Die Schweiz hat eigentlich grundsätzlich ein sehr gutes soziales System.

00:05:15: Aber das System, so wie es bauert worden ist, ist auch verautet und in einer anderen Zeit gestanden.

00:05:22: Es gibt heute viele Frauen, die vielleicht nicht so viel Erwärtsarbeit haben können leisten.

00:05:27: In ihren jüngeren Jahren, weil sie zu den Kindern oder andere Familienangehörigen betreut haben.

00:05:35: Die kommen dann vielleicht nicht aus einem ... AHAV oder so eine Vorsorge, die sie schützt vor Armut im Alter.

00:05:42: Das System müsste ausbauen und auch looken geschlossen werden, sagt Stefan Griby.

00:05:47: Es wird ein grosses Problem gesehen in den Kinderbetreuungen, die in der Schweiz teuer sind.

00:05:52: Viele Eltern können sich das schlecht wegen nicht leisten.

00:05:55: Die Lösungsansätze für solche Themen basieren aber auf politischer Ebene.

00:05:59: Darum setzt Garitas auch im Bundeshaus für bessere Lösungen ein für Menschen, die von Armut betroffen sind.

00:06:11: Soviel also zu den Faktenlagen, wie genau wir in der Schweiz einmal definieren.

00:06:17: Wir wollen wissen, was denn das konkret heisst im Alltag von jemandem, der am Existenzminimum lebt?

00:06:23: Angela Albrecht hat einen Einblick bekommen.

00:06:25: Tobéa Horvat kennt die Lebenssituation, wenn man jeder Rappen umdrehen muss.

00:06:30: Als erleihende Mutter und Studentin ist sie sehr stark für ihren Budgetplan angewiesen.

00:06:36: Per Definition gehört sie Kategorie von Personen, die am Existensminimums leben.

00:06:41: Und weil sie jetzt im letzten Jahr vor dem Studium ist, sieht es aber auch wieder absehbar, dass sich ihre finanzielle Lage in Zukunft verändern kann.

00:06:50: Aktuell spürt sie den finanziellen Druck sicher noch stark – zum Beispiel auch in der Wohnsituation.

00:07:04: Angst und genau definiertes Budget.

00:07:07: Mit dem letzten Mal Zügeln konnte ich mich nicht mehr bezahlen können, und zudem werde ich finanziell unterstützt aus meiner Gefahr den Umfeld mit einem Dauerlehrer.

00:07:14: Und das subniert sich natürlich auch auf, also ich habe jetzt quasi die Schulden... Also es ist so ein innerer Druck!

00:07:20: Und dann eben dass zwischenmenschliche, also irgendwelche Polterwochen nimmt, egal wo in der Schweiz, im Hotel... Also ich habe nur einen Umfeld, bei dem mich eingelassen hat für Polter Wochenende im Ausland oder Hochzeit im Auslands.

00:07:34: Also bin ich nicht dabei, kann ich nicht da sein.

00:07:37: Und das heisst dann auch wenn ich in einer Woche aufmache, dass ich Sachen zurücklege also weil ich einen Betrag habe.

00:07:43: Heißt zum Beispiel auch auswärtsessen Leute nicht drin und vor allem wenn ihre finanzielle Lage auch die sozialen Beziehungen betrifft belaschen das zu Habia Horvatzehr.

00:07:52: Darum habe ich den ganzen Jahr gar nichts übergegeben weil ich mich auch nicht haben will, wenn ich so eine Situation komme.

00:07:57: Ich sage immer, nein, ich zahl dir das Polterwochen.

00:08:01: Nein!

00:08:02: Ich zahle dich die Ferien.

00:08:03: Ich zahl dich das Hobby und da hast du schon Geld.

00:08:05: Das wollte ich nicht.

00:08:07: Aber wie kann ich darüber reden?

00:08:09: Weil es ist meine Lebensrealität.

00:08:11: Da habe ich ja auch keine Lösung.

00:08:13: Und seit ich anfange zu überreden, fühlt mich auch viel mehr Menschen unterstützt.

00:08:17: Es ist auch schön.

00:08:17: Und ich kann es auch gerne.

00:08:19: Aber es erinnert mich auch immer an das Gefäll.

00:08:22: Ich habe das ja dann nicht zurückgegeben oder nicht durch die gleiche Art.

00:08:26: In so einem Moment kommen bei der Tabia Horvat auch das Gefühl von Scham, oder ein schlechtes Gewissen auf?

00:08:32: Und manchmal eben auch die Angst wird es wirklich jemals kehren... ...oder würde ich jetzt wie immer in dieser Situation hängen bleiben.

00:08:40: Das weiss ich auch nicht heute.

00:08:42: Also ich planen und ich arbeite dafür, dass sich das ändert aber ich weiss auch nicht, ob es sich ändert.

00:08:47: Tabea Horvat sagt dafür auch, dass sie durch die finanzielle Prekäresituation viele Sachen gelernt hat schätzen und vieles nicht als selbstverständlich angeschaut.

00:08:56: Also wenn ich mal an ein Konzert ging oder letztes Jahr hat mein Rüder Musik gemacht in Zirkus im Salto Natale und hat uns gerade ein Ticket gegeben um meinen Sohn und dann ist es mega halb!

00:09:10: Und was ich aber auch gelernt habe, dann ist wirklich auch hilf.

00:09:16: in Anstruch nehmen.

00:09:17: Und ich kann halt im Umfeld den Menschen, die mir das vorschweissen und sagen oder mir gesagt und auch überall die Jahre melden dich wenn du mal eine Rechnung nicht zahlen kannst.

00:09:25: Ich habe dir das voreschwenst.

00:09:26: Du kannst mir das zurückzahlen.

00:09:28: Und das wirklich im Anstrich nehmen, das habe ich auch gelernt!

00:09:33: Für sie ist es an mich aber auch schwierig zu sagen dass sie von Armut betroffen sind?

00:09:37: Ich habe das mit der Existenzminimumklinik.

00:09:40: Ich weiss nicht... Das habe ich lieb.

00:09:44: Wie fühle ich mich einfach darauf heitäutet quasi das, was ich für meine Existenz brauchen oder fürs Leben ein tägliches Leben.

00:09:54: Dass ich dort wie begrenzt bin und so gerade den Grundbedarf oder das Minimum weiteckt ist aber halt über die Uhr nicht zu viel möglich.

00:10:03: Für Zukunft wünscht Habia Horvat, dass sie erst mal ihren Studium abschliessen kann und sich dann auch finanziell Türen aufmachen.

00:10:11: Ich kann soviel Geld verdienen dass es irgendwie gut gelangt fühlt zum Leben und auch, dass ich hier leh'n kann zurückzahlen.

00:10:18: Und ich wünsche mir schon wirklich, dass sich dann mal in der Situation bin, dass die Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind, unterstützen können.

00:10:26: Aber auch im gesellschaftlichen Miteinander rund ums Thema Geld.

00:10:28: hat sie einen Wunsch?

00:10:30: Ich würde mich nicht schon sagen, dass man so offen darüber reden kann.

00:10:34: Also sowohl wenn man wie viel Geld hat als wenn man wenig Geld hat.

00:10:37: Die meisten sind ja wie irgendwo in der Mitte.

00:10:40: Ohne dass das gerade ein Appell ist... Also wenn ich mich sage, ich muss schauen und das liegt nicht drin.

00:10:48: Ich sag damit nicht, zahle mir da an!

00:10:51: Aber weißt du was?

00:10:52: Das ist wie so viel Trend, aber von der offenen Austauschworte, gerade einfach eines Mitlights oder... Es ist auch grösslich, es sind ja nur Mitlights, die nicht gleich mit einem Handwäscher knippen.

00:11:02: Das würde ich merken.

00:11:05: Und

00:11:06: sie wünscht sich auch, dass sie nicht in einen Erklärungsdruck muss kommen, wenn sie mal etwas macht oder hat, das nicht an einem klassischen Armutsbild entspricht.

00:11:16: Tavia Horvat erzählt im Podcast vis-à-vis noch mehr von ihrer Geschichte vom Leben am Existenzminimum.

00:11:22: Wir verlinkert dir die Folge in den Show Notes Für Menschen am Existenzminimums ist die erste Ansprechperson das zuständige Sozialamt.

00:11:36: Aber was, wenn man genau mit diesem Kontakt müde hat?

00:11:39: Wenn man Fragen hat, welche Recht man hat rund um Sozialhilfe oder wie Medio-Hilfe beantragen soll.

00:11:46: Gerade wenn man vom Sozialamt einen Entscheid bekommt und nicht weiß ob der korrekt ist.

00:11:51: Für diese Fälle gibt es Beratungsstellen wie die unabhängige Fachstelle für Sozialhilferecht UFS Der Georg Hofmann hat mit dem UFS-Geschäftsleiter Andreas Hediger darüber geredet, welche Hilfe man vom Sozialamt erwarten kann, wenn man darauf angewiesen ist.

00:12:07: Und das können alle einmal treffen!

00:12:09: So erklärt es den UFS Geschäftsleitern Andreas HEDIGER.

00:12:13: Ja also ich meine es kann jeder für wünschen letztendlich oder dass er muss Sozialhilfe beziehen.

00:12:18: Sozialhilf ist ja ein letzter Netz in unserem Sozialsystem.

00:12:22: Das heisst Sozialhilft zahlt dann, wenn wir nicht genügend Mittel haben um den Lebensunterhalt zu bestreiten oder die Möteln nicht rechtzeitig verfügbar sind.

00:12:32: Wenn man zum Beispiel keine Ansprüche mehr hat auf Arbeitslosen-Taggeld, wenn man krank ist und einen Antrag bei der EIV gestellt hat aber noch nicht darüber entschieden ist, weil es manchmal ein Zitli dauert bis so eine Entscheidung im Vorleid geht von der Eivau und man dann am Punkt kommen kann und keine eigene Mittel mehr hat.

00:12:50: Also je nach Lebenssituation können Menschen plötzlich ohne Geld dastehen.

00:12:55: Wissen Sie nicht mehr, wie der Lebensunterhalt finanzieren

00:12:59: wird?

00:12:59: Dann geht man zum Sozialamt und stellt den sogenannten Antrag auf Sozialhilfe.

00:13:03: Und er wird prüft und im Rahmen des Antrags muss man die ganze finanzielle Verhältnisse offenlegen.

00:13:08: Man muss zeigen, wie viel Einkommen hat man, wieviel Vermögen hat man – dann wird entschieden, ob man Anspruch auf soziale Hilfe hat oder nicht!

00:13:15: Heisst also auch Geld bekommt man in der Regel nicht sofort, ausser man braucht eine Überbrückung.

00:13:21: Aber in vielen Fällen muss man für Sozialhilfe zuerst einmal ein Haufen Dokument und überhaupt Informationen liefern als Antragsteller und dann auch wieder als Sozialhilfenbezüger.

00:13:32: Je nach gemeint kann das danach wieder verschieden aussehen!

00:13:35: Ich will nicht nur haben, alle sieben Kantoneigente Systeme.

00:13:40: Es gibt dann auch wieder bei den Gemeinden Unterschieden, Beleistungen und auch beim Prozess des Antrags bis zur Hilfe.

00:13:47: Manchmal sehen wir das Gemeinde ein Strafregisterauszug verlangen bevor Sie überhaupt einen Sozialhilfeantrag prüfen.

00:13:53: Das ist definitiv nicht mehr relevant.

00:13:55: zu herausfinden oder zum Prüfen jemandem in Anspruch hat auf Sozialhilf oder nicht so.

00:14:00: Dass man gewisse Konto-Auszügen aussehen muss, das ist naheliegend.

00:14:03: aber es gilt auch Die Hilfe hat rechtzeitig zu erfolgen.

00:14:08: Das kann auch heissen, am Freitag kommt jemand und hat kein Geld mehr, nichts mehr zu essen im Kühlschrank und Kinder zu Hause, die Hunger haben.

00:14:15: Dann muss das Amt dann hier einmal eine sogenannte oberflächliche Prüfung machen.

00:14:21: In so einem Fall wird damals nur ein Zettel von einem Bankkomat akzeptiert, wo man darauf sieht wie viel das noch auf dem Konto ist.

00:14:28: Dann heisst es bei der Gemeinde...

00:14:30: Können Sie mit dem vorbei, wenn man sieht, dass sie da fast nichts mehr drauf haben?

00:14:34: Dann schauen wir, dass man seine erste Notunterstützung bewerben kann.

00:14:37: Oder das kann dann effektiv auch in Form der Naturale sein.

00:14:40: Das kann es sein, dass eine Migros-Gutschein oder ein Gutschin für einen anderen Laden ausstellt, die einfach diese Leute mal gucken können von Nahrungsmitteln und einfach Lebensmittel kaufen um jetzt immer noch einmal bis Wochenende zu kommen.

00:14:50: Insofern mussten wir also nicht noch zuerst einen langen Antrag stellen und viel Formular ausfüllen oder Arbeitsunfähigkeitszeugnis bringen, bevor man Nothilfe bekommt.

00:15:01: Die Prüfung muss dann alles später erfolgen?

00:15:04: Primär soll das Sozialamt die Menschen beraten bei Sozialhilfen.

00:15:09: Es gibt aber jetzt im Fall von Zürich auch die unabhängigen Fachstellen für Sozialhilfe, wo der Leute auch Tipps geben kann – oder was vermittelt zwischen Bezügen und Ämtern.

00:15:20: zeigen, was der nächste Schritt ist.

00:15:21: Zum Beispiel, da geht es manchmal schon um Unklarheiten, wenn es zum Beispiel heisst man müsse günstigere Wohnungen suchen, um Sozialhilfe zu bekommen.

00:15:30: also geht es auch um die Frage ja wie viel Geld zahlt das Sozialamt der Atmierte?

00:15:34: Das kann nicht Fantasie-Mietern sein wo wir irgendwie finden okay so viele werden wir bezahlen, mehr zahlen wir nicht sondern dann muss man recht fachlich begründen.

00:15:41: letztendlich

00:15:42: Das müsste schon realistisch am Markt entsprechen und da heigt ja jede Gemeinde ihre eigene Richtlinie je nach Wohnraum, die man zur Verfügung hat.

00:15:51: Und es könnte auch heißen, man müsse allenfalls eine günstigere Wohnung suchen.

00:15:56: Und das ist ganz wichtig, dass die Leute das machen auch, dass sie suchen und ihre Suche dokumentieren.

00:16:01: Aber wichtig!

00:16:02: Die Auflage kann umlauten, wir sollten suchen.

00:16:04: Die auflage kann nicht lauten, sondern finden.

00:16:07: Das kann ich nicht alleine entscheiden, wenn ich eine Wohnung suche, dass sie auch wenig finden.

00:16:10: Da muss ich einen haben, wo man auch wenig vermietet hat.

00:16:12: Ich

00:16:13: zeige also manchmal, wie die Realitäten von Menschen und Auflagen der Ämter auseinandersetzen können.

00:16:19: Und wenn es heisst in der Schweiz müsste eigentlich niemand arm sein, dann muss man sehen mit Sozialhilfe-Leben bedeutet damit Einschränkungen.

00:16:26: leben mit einem ganz engen Budget, der ihm das Amt vorgibt.

00:16:31: Wir sind sozial nicht mehr integriert, wir können nicht einfach so in einem Sportverein beitreten und dort ein Beitrag zahlen.

00:16:38: Gerade auch für Kinder oder wenn sie Fussball spielen, Handball spielen oder was auch immer.

00:16:42: Wer bezahlt denn das?

00:16:43: Aus der sozialen Vergälte kann ich es nicht zahlen!

00:16:45: Die UFS bietet ihre

00:16:46: Rechtsberatungen

00:16:48: kostenlos an für Sozialhilfebeziehende aussekantöne Zürich, Agau- und Ostschwiz.

00:16:54: Für Menschen, die in anderen Kantonen zu Hause sind, gibt es auch ähnliche Beratungsstellen.

00:16:58: Wir verlinken eure Übersicht in den Show-Notes.

00:17:02: Wer zählt denn das?

00:17:03: Haben wir aber noch einmal genauer auf den Grund gehen wollen.

00:17:06: Wir haben uns gefragt ob das Aufgabe des Sozialamts ist, auch dafür zu schauen dass armoids betroffene Personen auch am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

00:17:15: oder ist das ein zu höhere Anspruch?

00:17:18: Beim Beispiel von Vereinsbeiträgen für Sport, für Kinder hat Israel Haag stellvertretende Leiterin der Dienststelle für Kommunikation vom sozialen Durgau folgendes gesagt.

00:17:29: Es gehe hier um sogenannte situationsbedingte Leistungen.

00:17:33: Die werden dann zahlt wenn es ausgewiesen und zwingend notwendig sind.

00:17:38: Ob-und-wenn das so ist kann jede Gemeinde selber entscheiden.

00:17:49: Für Menschen, die von Armeut betroffen sind, gibt es also staatliche Hilfe und auch Beratungen zu dieser Hilfe dazu.

00:17:55: Dann gibt es aber auch noch verschiedene zusätzliche Hilfsangebote.

00:17:59: Auch sie sind ein wichtiges Puzzleteil zum Armeuth in der Schweiz lindern.

00:18:03: Einer davon ist Caritas, die man schon kennengelernt hat, eine andere ist die kirchliche Passante-Hilfe.

00:18:10: Die gibt es an verschiedenen Orten in der Schweizer, z.B.

00:18:12: auch in den Städten Biel.

00:18:13: Die passanten Hilfe wird von der Heilsarmee und von Chilene gemeinsam treibt.

00:18:19: Georg Hoffmann hat sich hier ein Einblick verschafft und für das mit Monika Gerber gerede.

00:18:24: Sie ist Sozialpädagogin und Sozialversicherungsfachfrau und macht Sozialberatungen.

00:18:29: Und sie erzählt am Georg Hoffman, was sie bei der Passantenhilfe genau machen.

00:18:33: Zum einen sind wir die Passantenhilfe von Leuten, die in Not geraten, obdachlos sein, auf der Durchreise sein können unterstützen, mit Gutscheinen Nordschlafstelle oder Vergassenküche.

00:18:48: Oder auch mal ein Billet für einen Weiterzureisen, für den nächsten Arbeitsort, wo sie wie eine saßumässige Job haben.

00:18:57: Oder wenn gesundheitliche Probleme da sind, dass man organisieren kann, dass medizinische Unterstützung möglich wird.

00:19:06: Gerade bei Working Pours – also Menschen, die zwar arbeiten und mit ihrem Lohn aber nicht über die Runde kommen.

00:19:12: Da braucht es noch die Hilfe.

00:19:13: Außerdem gibt es auch noch Folgeprobleme von Armut, das sieht man aus Sicht der Heilsarmee wie Monika Gerber sagt und eines der Symptome sind psychische Stressen.

00:19:25: Und dann gibt es draussen noch andere Probleme wie zum Beispiel Einsamkeit.

00:19:29: Ich konnte Teilhabe im gesellschaftlichen Leben und was mir vor allem ... Die älteren Auffalt

00:19:38: ist,

00:19:39: dass sie ihre Kinder alles ermöglichen wollen.

00:19:42: Dass sie die Armut wie nicht weihlang spüren und das

00:19:46: Kind

00:19:47: nicht in eine Verantwortung führen kann.

00:19:50: Ja, ihnen alles, was sie geben will.

00:19:52: Und es ist keine richtige Erziehungsform oder der Erziehungswert zu schauen.

00:19:58: Wie ist unser Leben?

00:19:59: Das können wir machen und wir kommen v.a.

00:20:01: gut damit umgehen.

00:20:04: Aussicht vor Monica Gerber gibt es ein falsches Bild und bei den Kindern von Armuts betroffenen Eltern fehlen die auch, dass sie Verantwortung übernehmen.

00:20:13: Also dass sie nicht lernen mit dem Auskommen, das sie eigentlich an Budget zur Verfügung hätte.

00:20:18: Sie lebt in vielen Fällen Überverhältnisse aus.

00:20:21: So braucht es ihrer Meinung nach die Einsicht, dass gewisse Hobbys die ohnegegängige finanziert werden können, wenn das Geld sowieso fehlt.

00:20:28: Und wenn die Eltern das trotzdem probieren mit diesen Hobbies, können sie dann in finanzielle Not geraten kommt halt auch dazu, dass man sich ja eigentlich nicht schämen will mit seinem Status aus der Öffentlichkeit.

00:20:39: Und das merkt man an eurer Beratung.

00:20:41: Bei mir zu hocken und Anzufragen für Unterstützung ist für viele Leute eine grosse Herausforderung.

00:20:48: Ist schon behaftet!

00:20:49: Und zum Teil erlebe ich auch Leute, die lieber ihr Armut bleiben als zum Beispiel Unterstützung von einem Sozialdienst anzufragen, weil sie sagen, selbstbestimmt leben.

00:21:04: Da zeigt sich auch, dass Sozialhilfe durch ein Staat respektive Gemeinden auch bedeutet, dass Menschen zu wungen sind, sich eingeschränken.

00:21:13: Ergänzend zubehörden wird auch eine Heilsarmee für Menschen da sein, die in Not geraten.

00:21:19: als Hilfswerk und aber auch als Kille treu ihrem alten Motto Suppe-Seife Seelenheil.

00:21:25: Das

00:21:26: Logen Suppenseife & Seelen heil ist für mich Wirklich ein Logen, das mich erleidet, wo ich merke, wenn ich Not von Menschen nicht sehe und dort nicht unterstützen kann.

00:21:40: Dass sie wie klingelt werden kann.

00:21:43: Ich habe auch nicht vor Liebe Gottes Reden oder ... Das gehört mit mir zusammen.

00:21:48: Dass ich wie die Note vom Mensch sehe und schaue, wo kann ich wir unterstützen und Lösungsansätze?

00:21:57: bieten, damit ihr die Liebe Gottes auch transportieren könnt.

00:22:02: Das ist das, was uns hier auf der Beratungsstelle sehr stark

00:22:06: leitet.".

00:22:07: Für Monica Gerber bedeutet es, dass sie an einem Ort arbeiten darf, wo sie allbewusst geleitet sind durch den Glauben an Jesus Christus wie sie sagt?

00:22:19: Bedeutet für mich, dass ich hier eine Arbeitstelle

00:22:23: habe,

00:22:24: in der ich ganz bewusst.

00:22:27: Die

00:22:44: Arbeit der Monica Gerber geht also über Sozialberatung aus.

00:22:48: Sie können christliche Werte aufzeigen und mitgeben.

00:22:52: Sie sieht es als Möglichkeit, Gott seine Liebe für die Menschen spürbar

00:23:07: zu

00:23:21: machen.

00:23:21: Professionell, aber mit Grundlagen der Bibel, die einfließen in Beratung.

00:23:27: Was sonst bei sachlichen Sozialberatungen ja nicht der Fall sei?

00:23:30: Die Kirchlich Passantenhilftspiel bietet ihre Dienste auch in Zusammenarbeit an – mit allen Bernerkantonalkillen also mit den Reformierten und den katholischen Landeskillern.

00:23:46: Wir haben gesehen, einmal kann alle treffen.

00:23:49: Sechs durch einen Schicksalsschlag, durfeilende Bildung oder sonstige unvorhergesehene Sachen, die passieren.

00:23:56: Das kann auch in wohlhabenden Ländern wie der Schweiz passieren.

00:24:00: Aber es ist wichtig, dass man weiss, dass es in der Schweiz Hilfsangebote gibt und sich Betroffene nicht schämen müssen, wenn sie die in Anspruch nehmen, sondern aktiv um Hilfe bitten dürfen bei den verschiedenen Organisationen und sich auch helfen lassen.

00:24:13: Wenn du oder jemand in deinem Umfeld vor Arbeit betroffen bist und Hilfe will in Ansprache nehmen, dann haben wir dir ein paar Links in den Schoenholz.

00:24:22: Damit sind wir am Ende dieser Folge.

00:24:25: Das Gast in dieser Folge waren Stefan Griby von Caritas, Bea Horvat, Andreas Hediger der UFS und Monika Gerber von Heilsamee.

00:24:35: Mitgeschafft haben Angela Albrecht, Georg Hofmann, Raffael Stegmeier und ich Marlene Kreibich.

00:24:41: Mir vor relevantes Wochenmagazin gönnt eine Summa-Pause.

00:24:45: Wir melden uns am elften September wieder mit einer neuen Folge!

00:24:49: Wir haben aber auch noch andere Inhalte, die wir von ERF Media bieten.

00:24:53: Also wenn du oder dein Umwelt unsere Arbeit interessant oder sogar hilfreich findest, dann würden wir uns sehr über deine Unterstützung freuen!

00:25:01: ERF-Media lebt nämlich vor Spenden.

00:25:03: Jede Franke hilft uns, dass wir sie und die anderen Podcasts in Zukunft produzieren können.

00:25:09: Spenden geht am besten über den Linken in der Show noch zu.

00:25:12: Danke fürs Zulassen und bis zum nächsten Mal!

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