Mit Trauer umgehen
Shownotes
Im heutigen Podcast geht es um Schicksalsschläge und Trauer – und darum, wie wir ihnen als Gesellschaft und als Einzelne begegnen können. Auslöser ist der nationale Trauertag am 9. Januar 2026, der aufgrund des tragischen Brandunglücks in Crans-Montana ausgerufen worden ist. Das Unglück hat die Schweiz und viele Menschen auf der ganzen Welt tief bewegt. Doch auch unabhängig von solchen Grossereignissen können Verlust, Krisen und Trauer jeden von uns im eigenen Leben oder im persönlichen Umfeld treffen.
Wir sprechen mit Fachpersonen darüber, was Trauer ist, wie sie sich zeigt und was Betroffene wirklich brauchen. Die Notfallpsychologin Helen Walker erklärt, weshalb Solidarität wichtig ist, aber nicht am nationalen Trauertag enden darf. Wir beleuchten, wie Care-Teams arbeiten und was Menschen nach einer solchen Katastrophe hilft.
Auch die Rolle von Kirche, Ritualen und Begleitung kommt zur Sprache: Stephan Jütte von der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz zeigt auf, welche Bedeutung sie im Trauerprozess haben. Trauerbegleiterin Elisabeth Bührer-Astfalk erzählt, wie trauernde Menschen unterstützt werden können und was helfen kann, wenn man selbst trauert. Und Theologe Markus Flückiger spricht über die Hoffnung, die der christliche Glaube in Zeiten von Verlust geben kann. Ein Podcast, der Raum gibt zum Nachdenken, Mitfühlen und Verarbeiten.
Podcast «Endlich leben» https://erf-medien.ch/services/podcast/endlich-leben/
Podcast Folge «Endlich leben» mit Elisabeth Bührer-Astfalk: https://endlich-leben-podcast.podigee.io/42-new-episode#t=1
Kontakt:
Wie gehst du mit Trauer um? Lass es uns gerne wissen übers Webformular: erf-medien.ch/podcast Wir freuen uns über alle Fragen, Feedbacks und Themenvorschläge!
Im Podcast zu hören:
- Helen Walker, Notfallpsychologin und Projektleiterin bei Kindsverlust.ch
- Stephan Jütte, Kommunikationsleiter der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) https://www.eks-eers.ch/
- Elisabeth Bührer-Astfalk, Trauerbegleiterin für Familien und Erwachsene https://www.buehrer.care/
- Markus Flückiger, freier Theologe und Begleiter in verschiedenen Lebensübergängen https://www.markus-flueckiger.ch/
Weiterführende Links zu Themen: Tod/Trauer/Verlust/Begleitung/Hilfe/Gespräch
https://www.familientrauerbegleitung.ch/trauerbegleitung
https://www.143.ch/hilfesuchende/hilfesuchende-kontakt/
Autor/Host und Redaktionsteam:
Maleen Kreibich, Raffael Stegmayer, Angela Albrecht, Georg Hoffmann
Dieser Podcast wird von ERF Medien produziert – einem spendenfinanzierten Medienhaus. Mit deiner Spende hilfst du, dass wir weiterhin solche und andere Podcasts produzieren können. Spenden geht ganz einfach über diesen Link. Danke von Herzen.
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Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:05: Heute
00:00:10: mit mir, Demalene Kreivich.
00:00:12: Seit einer Woche schaut die Welt auf Cromontana.
00:00:15: Ein Ereignis, das die Schweiz und die ganze
00:00:18: Welt erschüttert
00:00:18: hat.
00:00:19: Und wo der Bund in den Nationalen Trauertag heute am neunten Januar einzulöfen.
00:00:25: Aber auch andere Ereignisse oder Situationen im eigenen Leben oder auch im Umfeld können Betroffenheit in einem auslösen.
00:00:33: Wir haben im aktuellen Relevant mit den Trauerbegleitern, Notfallpsychologen und Theologen geredet, wie wir als Betroffenen mit so einer Situation umgehen können.
00:00:43: Und was denn der Nutzer von so einem nationalen Trauertag sein soll?
00:00:52: Das Brandunglück zur Kramontane ist wirklich bespielslos in der Schweiz.
00:00:57: Und man merkt es auch in den Nachrichten, den sozialen Medien und im Umgang mit den Leuten.
00:01:01: Es beschäftigt uns.
00:01:03: Helen Valko hat hier als Notfallpsychologin langjährige Erfahrung aus der Arbeit in Careteams und ist verantwortlich für ein Projekt bei kidsverlust.ch, wo sie auch als Beraterin tätig
00:01:14: ist.
00:01:15: Mit ihr hat Raffael Stegmeier darüber geredet, wieso das ein nationaler Druhrtag nach dem Reignis anbracht ist.
00:01:22: Das hat eine starke Symbolik,
00:01:24: dass eine
00:01:25: Gesellschaft als ganzes wie sich solidarisch zeigt, den Betroffenen gegenüber.
00:01:30: Und er zeigt, wir sehen auch, wir anerkennen auch einen Schmerz und wir sind auch.
00:01:37: Weil gerade bei unserer ordentlichen Regel ist es wichtig, dass Menschen eure Verbundenheit spieren.
00:01:42: Und das ist jetzt einfach die Verbundenheit, die man so auf gesellschaftlicher Ebene zeigen
00:01:47: kann.
00:01:47: Aber wenn man persönlich von so einem Unglück wie jetzt Gramm und Danah betroffen ist, dann ist es mit Solidarität alleine ja noch nicht
00:01:55: hier.
00:01:56: Wenn eine äusserordentliche Situation ist, wenn die Chaos ausbricht, ist es ganz wichtig, dass man Struktur darin bringt, weil das beruhigt das Nervensystem, das ist stressreduzierend.
00:02:07: Und wenn man so einen Tag gestaltet, bringt es eine gewisse Struktur drin.
00:02:11: Und gibt der Mensch halt die Möglichkeit, ihre Gefühlszeuge, die Empathie, Sie haben einfach Platz für ihre Emotionen.
00:02:18: Was wir nicht vergessen dürfen, ist nach so einem taggefangenen Traurprozess für die Betroffenen dann ja erst richtig an.
00:02:26: Und das ist wichtig, dass man für diese noch da ist, auch wenn einem selbst als nicht betroffenen schon den Alltag längstens wieder eingekollt hat.
00:02:34: Und was halt euch wichtig ist, ihr hättet gesagt, für den Betroffenen, so ein Tag ist es wichtig für die betroffenen Rettungskräfte.
00:02:41: Die sind ja euch betroffen, weil die haben An dem Tag ihres Bestens waren eure schwierigen Bilder exponiert und es ist wichtig, dass sie so wie eine Anerkennung für ihre Arbeit an dem Tag bekommen.
00:02:56: Die
00:02:56: Helen Valker hat mir dann erklärt, wie das so eine Begleitung von Krisen und Katastrophen dann aussieht.
00:03:02: Also dann müssen wir wieder unterscheiden, ob es sich um eine Grosserreignisse handelt oder ein, wir nennen es, Alltagseignisse.
00:03:09: Das ist aber nicht respektierlich gemeint.
00:03:11: sondern ein bewältigbares Ereignis.
00:03:13: Und jetzt im Sommerfall, ein grosser Ereignis, ist ein wichtiger Faktor, dass drittigskräfte Polizei alle Helferinnen Platzgüte zusammen schaffen.
00:03:22: Und da gibt es ganz konkrete Abläufe und Strukturen und die liebt man vorhin ein.
00:03:28: Das sind Sachen, die bei grossen Übungen gemacht werden, damit es aber, wenn es ihnen ernstfall kommt, damit die Abläufe funktionieren.
00:03:35: Gerade Montana haben die Abläufe das Miteinander der Rettungskräfte recht gut funktioniert.
00:03:41: Und wenn das gut funktioniert, dann gibt es dort auch immer einen Betreuungsort, wo die Betroffenen heimkommen, einfach einen sicheren Ort weg vom Geschehen, damit sie zur Ruhe kommen können.
00:03:51: Damit
00:03:51: sie die Grundbedürfnisse gestellt haben, dass sie etwas reichen können, damit sie Warmheit in so einem Betreuungszentrum haben, haben dort Informationen zusammen und ganz oft ... Es gibt noch nicht so viele Informationen.
00:04:04: Es ist ein Abwarten und ein Aushalten.
00:04:06: Es ist sehr wichtig, dass man mit den Menschen zusammen sitzen kann und fast nicht aushaltbar zusammen auszuhalten.
00:04:14: Und dort zeigt es ganz normal, dass man am Anfang auch eine heftige Reaktion hat, heftige Reaktionen, z.B.
00:04:21: Probleme beim Schlafen, Bilder, die wiederkommen.
00:04:25: Das gehört dazu.
00:04:26: Wenn es aber über Wochen so bleibt oder schlimmer wird, dann braucht man professionelle Hilfe.
00:04:32: Und auch die vom Care Team müssen sich selber
00:04:35: schauen.
00:04:35: Als Fachpersonen lernen wir ganz fest, dass wir uns selbst sorgen müssen.
00:04:39: Das ist ein wichtiger Teil der Ausbildung, dass wir selber wissen, wie wir reagieren, wie wir in einer Stresssituation sein und was wir machen, für den Stress zu reduzieren.
00:04:48: Das heisst, wir haben hier schon ein gewisser Tool oder ein gewisser Instrument und je nach Person.
00:04:54: Ich würde mich nicht anders anwenden.
00:04:56: Ich bin nicht sehr fest, wenn ich nachher besprechen kann.
00:05:00: Nach Besprechung oder mit Kollegen, die ähnliche Erlebnisse besprechen.
00:05:07: Ich bin sehr fest.
00:05:08: Oder auch spazieren in der Natur.
00:05:10: Das sage ich gut für die eigene Psyche.
00:05:12: Aber auch für die Leute aus dem Care-Team ist es normal, dass es manchmal etwas Zeit braucht.
00:05:17: Das Unglück zu Gramm und Danach ist aber schon ein besonderer Fall.
00:05:22: Grosse Ereignisse.
00:05:23: Ich finde, das ist jetzt wirklich unser Ereignis, das eine sehr grosse Tragweite hat, weil es betrifft viele Menschen, weil es sind junge Menschen, die gestorben sind, was sonderig schwierig macht.
00:05:37: Es hat eine internationale Tragweite.
00:05:39: Das heisst, es ist eine sehr, sehr feste Medie, man muss anständig exponieren, was an Bilder kommt, was an Infos kommt.
00:05:46: Ich überlege aber, wie wäre es in meiner eigenen Familie, wenn ich selber Kinder
00:05:51: habe?
00:05:51: Und darum geht es uns alle ein Stück weit etwas an.
00:05:54: Darum ist auch der Traurtag für alle sinnvoll.
00:05:57: Für
00:05:57: die Menschen ist eigentlich das Gleiche wie für die Betroffenen.
00:06:01: Es ist euch ein Tag, wenn man wieder zusammenkommt.
00:06:04: Und es ist wichtig, dass man im Alltag, wenn man nicht direkt betroffen ist, Die Menschheit, um darüber zu reden.
00:06:10: Und auch so einen Tag, wenn man zusammenkommt und die Gemeinschaft gespürt und die Gemeinschaft weiss, okay, andere Leute sind für mich da, die sind solidarisch, die sind eu empathisch, kann das sehr heilend sein.
00:06:24: So grosser Ereignis führt häufig auch zu neuen Entscheidungen.
00:06:29: Im Sommer dekniere ich in Sachsenbach im Berner Oberland beim Canyoning ein Unglück mit einer Zwanzig-Tote.
00:06:37: Damals gab es
00:06:41: noch keine Care Team im Kanton Bern.
00:06:56: seelischer oder psychischer Ebene.
00:06:58: Die Notfallpsychologin Helen Walker empfiehlt allen, die zwar nicht direkt betroffen sind, aber trotzdem fest mitfühlen, dass man vorsichtig ist, was der Medienkonsum angeht und vor allem die sozialen Medien.
00:07:11: Weil das zum Teil halt einfach wie ein negativer Effekt hat auf das Nervensystem, wenn man ständig konfrontiert ist mit den Bildern.
00:07:21: Und das kursieren ja die Bilder, die wirklich nicht schön
00:07:24: sind.
00:07:25: Auch hier wieder Gemeinschaft zu suchen, Leute zum Reden, das sei wichtig.
00:07:35: Auch Kiel spielt eine wichtige Rolle in den Trauerprozess bei Beerdigungen, Traubengleitung, Seelsorg und Gedenkdeck.
00:07:43: Heute am nünten Januar wurde auch ein nationaler Trauertag für den Brand in Karmontana festgelegt worden.
00:07:50: Stefan Jüten ist Kommunikationsleiter bei der Evangelisch Reformierten Kinderschwiz und erzählt Angela Albrecht, wie der Bund mit den Kielen interagiert, wenn es so ein Erreignis gibt.
00:08:00: Ja, auf nationaler Ebene läuft es tatsächlich so, dass der Bund auf Kielen zugeht.
00:08:10: Wir haben im Sinne nationaler Traumtage zu organisieren.
00:08:16: Wir würden uns wünschen, dass ihr das mit einer nationalen Blutkeit unterstützen könnt.
00:08:21: Könnt ihr mal abklären, ob das möglich ist.
00:08:25: Das läuft tatsächlich so.
00:08:28: Vor Ort ist es natürlich viel direkter.
00:08:31: Dort ist Kiel noch etwas, das zum Dorf gehört, was der Gesellschaft gehört.
00:08:38: Sie zählt nicht selten, Ja, Leute, die zu den ersten hören, die dort sind, und die dann begleiten können, sind das in der Ritual oder, dass sie vor Ort sind und gelieben.
00:08:50: Wie sieht so ein nationaler Traurtag konkret aus?
00:08:54: Ist das immer gleich?
00:08:56: Also, ehrlich gesagt, gibt es gar nicht so viele Reignisse, die in den Sinn kommen, die einen richtigen Traurtag hatten.
00:09:04: Es ist nicht so, dass es ... Fertigsprotokoll gibt die im Sinn der Bundespräsidenten, dass es nationalen Traurtag ist.
00:09:11: Dann nehmen wir die Checkliste dafür und sagen, es gehört das und das und das dazu.
00:09:17: Das ist natürlich sehr situativ und muss angemessen sein.
00:09:22: Was klar ist, ist, wir haben jetzt Befahre dafür, wie man das nationales Glück organisieren kann.
00:09:28: Und wir machen das auch nicht alleine, sondern wir abspruchen zusammen mit unseren kubinischen Partner auf der Landekirche der Seite, also mit der Christ-Katholischen Kirche, mit der Katholischen Kirche zusammen und wir informieren über eine Rade Religion, auch die andere Religionsgemeinschaften.
00:09:48: Wir laufen so einen Druhrtag ab.
00:09:50: Er stellt zuerst die Frage, was die Elemente des Berufstages, die national sind.
00:09:58: In diesem Fall ist das die Druhlvier, die stattfindet in Mardin.
00:10:04: Und es ist nationaler Grüter, sie sind beide feste Elemente.
00:10:09: Und rundherum gibt es natürlich noch ganz viel Spielraum, die hat Föhn zu werden.
00:10:16: Zum Beispiel den Spielgemeinden, die ihre Spielen offen haben, die Seelsorgerinnen und Seelsorger präsent sind.
00:10:23: Aber das wird dann nicht national koordiniert, für alle gleich, oder?
00:10:27: Also wir laden die Kinder dazu ein, das zu machen.
00:10:30: Aber das sind auch wirklich konkrete Spielgemeinden, die das umsetzen vor Ort.
00:10:34: Also, die setzen es um.
00:10:35: Vor Ort bietet ihr jetzt auch Unterstützung?
00:10:38: Oder ist da wirklich jetzt voll Freiraum gelassen?
00:10:41: Wie machen die hier konkret das Kielen?
00:10:44: Also Unterstützung bietet mir insofern, dass man das Gebet, das die Badländer-Sile formuliert hat, einfach an alle verschwitzt hat.
00:10:53: Da sind wir in der Ladung, das mit zu beten.
00:10:56: Aber deshalb muss man gesehen sein, die Schillengeweinden können ja alle zu einer Kantonal-Sile.
00:11:04: Also zu einer Mitglied-Kille der EKS.
00:11:07: Und diese Mitglied-Kille sind die ersten Ansprechpersonen und Unterstützer, wenn die Gemeinden im Konkret oder etwas brauchen.
00:11:18: Du hast vorhin gesagt, dass wir in Kontakt mit anderen Religionsgemeinschaften sind.
00:11:23: Geht es hier weniger um die Spiritualität im Kilenkontext?
00:11:29: Es ist natürlich so, dass die Landeshilene, die drei, die immer noch ein relativ grosser Teil der Bevölkerung mit der Religionsbinde der Schweiz sind.
00:11:41: Gleichzeitig gibt es auch andere Religionsgemeinschaften, es gibt auch frei viele, aber es gibt eben auch wirklich andere Kultursereien oder Religionsgemeinschaften, die auch Mitglieder haben, die weit ruhen.
00:11:58: Und das, was wir einfach probieren, ist die Hilfe, dass die möglichst rasch die nötigen Informationen haben.
00:12:03: Also wenn, sind zum Beispiel die Gedanken für die Stadt, was machen wir, dass man auch so ein bisschen im Aussaustausch ist oder sich gegenseitig informiert, was dort läuft.
00:12:14: Zu da bewusst eben mit den Kirchen, mit den Religionsgemeinschaften, jetzt gerade in so schwierigen Fällen, merkt man da wie ein Bedürfnis der Bevölkerung, die sich dort wie auch bewusst in diesem Moment Unterstützung wünscht.
00:12:27: Ich würde jetzt nicht allzu fest und fessionell an eine institutionelle Kirche binden, aber ich glaube, dass es ein wirklich greifbares Bedürfnis gibt nach einer Form von Ritual, nach einer Art von seinen Traum, nicht nur für sich persönlich, sondern zusammen mit anderen ausdrücken können.
00:12:49: Und ich glaube, dass die Kirchen nach wie vor Es ist etwas, was Vertrauen schafft, auch wenn man nicht unbedingt zum Rechilen gemeint gehört oder auch mal im Mitglied ist.
00:13:28: Wir haben gehört, dass Kiel eine wichtige Aufgabe hat im Zusammenhang mit dem Nationalen Trauertag und da sind auch die Trauerbegleiter.
00:13:35: Die Krise gibt es immer wieder in so ziemlich jedem Leben und darum ist es auch recht häufig, dass man jemand im Umfeld hat, der an den Trauren ist.
00:13:44: Wie kann man da auch eine wertvolle Stütze sein?
00:13:46: Das hat Rafael Stegmayer im Gespräch mit Elisabeth Bührer ausgefunden.
00:13:52: Sie ist Ruhrbegleiterin für Erwachsene und Familie und hat eine eigene Praxis.
00:13:57: Und sie sagt, es kann mir mega duffern, wie nahe das an die Person ist, die am Trauren ist.
00:14:02: Denn dann geht es einem selber auch nahe.
00:14:04: Ob jemand zum Partner verloren hat und sehr stark unter dem Thema Einsamkeit leidet, oder ob ein Kind ist, der einen älteren Teil verloren hat, der vielleicht mal etwas mit ihm macht, oder eine verwittelte Person.
00:14:20: Das ist ganz verschieden und einfach zu spüren, was der Person in diesem Moment braucht.
00:14:28: Da braucht es viele Leute, weil es kann unmöglich eine Person alles abdecken.
00:14:32: Ein Beziehungssystem, da haben wir ja ein Beziehungssystem.
00:14:35: Da gibt es vielleicht eben der Nachbar, wo man etwas hilft oder da gibt es einen Freund, der mal zum Mittagessen einladet.
00:14:42: Oder einfach, es braucht verschiedene Leute, es braucht die Professionelle, die Leute auch in ihre Tüfe Themen können auffangen und ihnen auch sagen, es ist normal, was sie fühlen und ja, mit ihnen durch den Prozess gehen, aber es braucht jeder Einzelne.
00:15:01: Ja, man muss einfach wie gesagt herausfinden, was sind Bedürfnisse.
00:15:07: Und natürlich auch vom Glauben her natürlich auch im Gebet mit unterwegs sein.
00:15:16: Das finde ich auch noch sehr wichtig.
00:15:19: Was kann Leute, die gläubig sind, zum Beispiel?
00:15:22: Was gibt ihnen halt?
00:15:23: Da ist natürlich der ganz grosse Halt, der Trost.
00:15:27: Sie gibt es oft nicht einfach jetzt einfachen Antworten.
00:15:31: Und das ist auch immer natürlich auch ein Gefahr, dass man sehr schnell mit der Trost Wort kommt, die nicht aus dem eigenen Herzen, ausser selber kommen.
00:15:45: Menschen, die über verloren haben.
00:15:46: Und das kann mitunter wirklich auch nur erfährtrösten sein und nicht wirklich tiefen Trost bedeuten.
00:15:53: Gibt es ein Beispiel von einem Heiklöser zum Beispiel?
00:15:57: Ja, also das wäre jetzt zum Beispiel, wenn jemand eine lange Liedung hatte.
00:16:02: Ja, jetzt muss er nicht mehr leiden.
00:16:04: Oder jetzt geht es um doch gut oder es geht eher gut.
00:16:08: Ich bin jetzt bei Jesus und muss nicht mehr leiden.
00:16:14: Ja, du wirst gesehen, dass das, was die Ernst am Schwerem widerfahren ist, wird die eines Tages wirklich zum Gute dienen.
00:16:21: Und einfach so.
00:16:22: Sachen sind sehr, sehr heikel und schwierig, weil sie Zeit kreffen, nicht den Schmerzen.
00:16:30: Sie berühren nicht wirklich da, was wehtut und sind auch den Moment kein Trost.
00:16:35: Im Gegenteil, es könnte dann auch wie ein sehr großes, sich missverstanden fühlen, daraus resultieren.
00:16:43: Was wäre dann besser?
00:16:46: Ich denke einfach, dass sie mit jemandem beten und die ganze Not auch von Gott bringen, die hier ist.
00:16:54: Die Not, die wir keine Antworten haben.
00:16:56: Wir haben einfach keine Antworten.
00:16:59: Und ja, dass man mit jemandem beten und der Trosch Gottes einfach bittet.
00:17:06: Ja, ohne jetzt die biblischen Wahrheiten überstülpen.
00:17:12: Was mache ich denn jetzt gerade, wenn zum Beispiel mein bester Freund um jemanden traurte, sagen wir sie ist grossi oder so, ist gestorben und er ist nicht Christ?
00:17:24: Ich denke, das ist nicht der Moment, wo ich jemanden unbedingt in diesem Punkt zum Glauben führe.
00:17:32: Ich denke, dass wir jemanden hier sein, auch hier wieder schauen, was sind seine Themen.
00:17:38: Wo liegt eigentlich sein grösster Verlustschmerz?
00:17:41: Was sind die Gedanken, die ihn beschäftigen?
00:17:45: Und ich denke, Leute wissen sehr wohl, wo man steht, glaubensmäßig.
00:17:50: Und wenn dann Fragen kommen, kann man die ganz ehrlich beantworten.
00:17:55: Aber ich streue mich immer ein bisschen dagegen.
00:17:58: Jetzt ein Verlust, übererlebt als Missionsobjekt.
00:18:03: oder ja dann zu sehen, sondern da geht es wirklich erstmal auch um die Liebe und um das Verstehen, was am Ende dort der Kopf geht.
00:18:14: Sicher auch, man kann immer von persönlicher Trost reden.
00:18:17: Das kann man natürlich immer sagen, guck, wo ich der und er verloren habe, mein Trost habe ich da gefunden.
00:18:24: Ich wollte auch noch wissen, wie es aussieht, wenn wir selber trauren.
00:18:28: Elisabeth Bührer hat selber junge Jahre ihre Ehemahe verloren und kann darum gut mitfühlen.
00:18:33: Dann war es für mich wirklich klar.
00:18:36: Ich brauche auch noch eine professionelle Bekleidung, neben dem Beziehungsnetz, der praktisch hilft, der hier ist, der mich versteht, der vielleicht auch mal für die Kinder ist, aber auch ich selbst brauche eine Art.
00:18:53: Aber alles kann ein bisschen eordnen.
00:18:57: Auch das, was ich mir drin ist, Ausdruck geben.
00:18:59: Es hilft aber, wenn man Menschen hat, die einem Mut zusprechen können.
00:19:03: Aber kein aufgestülpte Optimismus, sondern einfach ein Mut machen das.
00:19:07: Und auch ein Appellieren.
00:19:10: Du kannst das bewältigen.
00:19:11: Du hast dir und dir.
00:19:12: Man sagt Ressourcen und in dir.
00:19:15: Und da hat es Hoffnungsflammen in dir.
00:19:21: dass du das schaffst und es wird ein Leben geben, jenseit von diesem grossen Verlust.
00:19:31: Elisabeth Bührers Falk war übrigens auch schon gaskst bei Endlich Leben, ein Podcast-Format von Eveline Gutknecht.
00:19:39: Wenn dich das interessiert, dann haben wir dir den Podcast auch in den Show notes verlinkt.
00:19:49: Wie grosse Veränderungen begleitet zu werden, ist ein Wunsch, das viele Menschen haben.
00:19:54: Damit kennt sich Markus Flückiger aus.
00:19:56: Er ist Theolog und Ansprechperson für die schönen und auch traurigen Alles im Leben.
00:20:01: Er hat unter anderem sieben Jahr lang das Missions- und Hilfswerk OM-Schwitz geleitet und begleitet Menschen in Situationen, wo sich das Leben stark verändert.
00:20:11: Ich merke, dass die Leute einen Wunsch haben oder Bedarf für Leute, die ihnen helfen, in diesen Lebensübergang sich das begebohrt.
00:20:21: Sagt das bei Hauchzeit, Sagt das bei Jubiläumengisch oder Saison bei Beerdigung?
00:20:29: Gerade auch als tragische Ereignis von Grammontana hat es den Markus Flückiger bewegt.
00:20:34: Und da stellt sich die Frage, wie kann man als Betroffene mit einem solchen Schicksalsschlag umgehen?
00:20:40: Solche
00:20:41: Sachen sind mir überraschend.
00:20:43: Gut, wenn jemand lang krank ist und jemand begleitet und selber krank ist, ist das noch etwas anderes.
00:20:49: Aber normalerweise ist es überraschend.
00:20:51: Ich denke, es ist wichtig, dass man sich damit aussetzt, dass man sich selber den Kontakt sucht unter die Trauer oder auch das Lagen zuzuladen und Raum gibt und nicht versucht zu verstecken oder zu unterdrücken.
00:21:07: In verschiedenen Kulturen wird der Ruhr auch anders ausgedruckt.
00:21:10: Und gewisse Aspekte können wir auch von anderen lernen, sagt Markus Vlichiger.
00:21:15: Ich habe sie seit Jahren in Kongo, in Busch gelebt, mit Afrikanern zusammen.
00:21:18: Und ich habe dort extrem viel gelernt von ihnen, dass man den Gefühl, all die Positiven, aber auch die Negativen, dass man ihnen den Raum gibt, dass man die Emotionen quasi auslädt.
00:21:29: und so auch teilt, nicht einfach für sich gehalten.
00:21:33: Und ich denke, wir sind Schweizer gefahren, dass man sich zurückzieht.
00:21:37: Ganz so müssen wir am anderen nicht darüber reden und denken, ich muss stark sein.
00:21:41: Ich muss jetzt der Indianer sein, der keine Schmerzen hat.
00:21:44: Wir dürfen dann wirklich rumgehen und auch wichtig miteinander teilen und tragen.
00:21:49: Die Traur ist nicht etwas, das in einem Moment vorbei ist.
00:21:53: Es ist ein Prozess, das verschiedene Phasen hat.
00:21:55: Es gibt verschiedene Phasen und sie kommen zu unterschiedlichen Seiten.
00:21:58: Das heisst, jeder Mensch traut unterschiedlich.
00:22:01: Das ist einmal wichtig zu feststellen.
00:22:04: Es ist auch wichtig zu merken, dass wir diesen Gefühl den Raum geben und akzeptieren, dass jemand einen Rückfall hat.
00:22:11: Es gibt Gefühl von absoluter Traur, aber dann vielleicht auch Wut über den Verlust oder über die Person, die plötzlich gegangen ist.
00:22:22: Über das, was passiert ist, was nicht solle passieren, Ungerechtigkeit, aber dann kann wieder einfach ein Lachen bekommen, wo man sich erinnert, etwas Schönes, das man in dieser Person hatte und all das darf und sollte Platz bekommen.
00:22:36: Für Markus Flückiger ist es wichtig, dass er als Begleiter das Gespräch auch mit den Betroffenen sucht.
00:22:42: Und für mich ist es immer interessant, was dann alles ... Passiert schon in diesem Prozess hin, also im Verzellen, wo die Emotionen kommen, wo aber auch Geschichten kommen, die man nicht gewusst hat.
00:22:53: Und dann auch, wenn dann die Bärdigung z.B.
00:22:56: oder die Abschiedshelge kommt, ist es immer mein Wunsch, als Ziel, dass man auch in dieser Zeit lange Geschichten, Erlebnisse mit der verstorbenen Person verzellen und so lange mittragen.
00:23:09: Und im Verzellen ist ja für alle Beiträge auch schon drin.
00:23:13: In diesem Sinne aber auch eine Hoffnung zu vermitteln, dass es mit dem Sterben nicht ein Ende ist.
00:23:19: Ich bin der feste Überzeugung, dass hier mehr auf uns wartet und dass wir hier eine Hoffnung haben, die stärker ist.
00:23:26: Stärker auch als der Tod.
00:23:28: Für den Markus Vlückinger ist diese Hoffnung, dass wir nach dem Tod auf dieser Erde zu einem Gott kommen, der uns liebt.
00:23:34: Eine Botschaft, die auch Kieler möchte vermitteln.
00:23:37: Das wird auch bei einer christlichen Beerdigung gepredigt.
00:23:40: Aber nicht nur die Hoffnung, Menschen zu helfen, für den Trauer auch allgemeine Ritual wie eine Beerdigung im Prozess zu helfen.
00:23:47: Egal ob Gläubig oder nicht.
00:23:49: Und das auch in verschiedenen Lebensübergängen.
00:23:52: Was immer passiert, das kann manchmal, wenn man den Job verlässt, wenn man funktioniert wird, das ist auch ein Moment vom Trauer, manchmal vom Loslassen, dass man das bewusst mit dem Ritual, mit der Zementin, Auch da gibt es verschiedene Sachen und ich finde, das muss immer etwas abgestimmt sein auf die Situation, auf die Person, die man verloren hat.
00:24:13: Ob man z.B.
00:24:16: an See geht und etwas auf ein Papier, auf ein Burg gesetzt, mit einem Kerl zu laden, oder dass man auch eine Rose mitgibt in ein Grab.
00:24:26: Es gibt sehr, sehr viele unterschiedliche Möglichkeiten.
00:24:30: Und da logieren wir wieder mit einzelnen Leuten.
00:24:32: Wie man das quasi bildhaft symbolisieren
00:24:37: könnte.
00:24:38: So sagt Markus Flückiger.
00:24:45: Wir halten fest, Trauer ist ein wichtiger Prozess und bei jedem darf der anders aussehen.
00:24:50: Wichtig ist zu wissen, dass es Fachpersonen und Anlaufstellen gibt, die einem mit diesem Prozess unterstützen können.
00:24:57: Wenn der Podcast etwas in den Raus gelöst hat, weil du oder jemand, der du kennst, gerade am Turren ist, dann haben wir Anlaufstellen in den Show Notes verlinkt, wo du dich gerne auch anonym schmelzen darfst.
00:25:08: Wir haben auch ein eigenes Podcast-Format, endlich Leben, das sich Evelyn Gould kräht, mit Menschen unterhalten, die aus ganz verschiedenen Gründen mit der Endlichkeit des Lebens in Berührung kommen.
00:25:19: Den Linken zu öffnen findet ihr ebenfalls in den Show Notes.
00:25:22: Zu Gast in dieser Folge waren Stefan Jüte, Helene Valka, Elisabeth Bührer-Astfalk und Markus Flückinger.
00:25:29: Mitgeschafft haben diese Woche Raffael Stegmeier, Angela Albrecht und ich die Marlene Kreiberch.
00:25:34: Wir verrelevanten das Wochenmagazin, meldet uns in dieser Woche wieder.
00:25:37: Es gibt aber auch noch andere wertvolle Inhalte, die wir von ERAF Media bieten.
00:25:41: Wenn du oder das Umfeld in dieser Arbeit interessant oder hilfreich findest, dann würden wir uns über deine Unterstützung freuen.
00:25:48: ERAF Media lebt nämlich von Spenden.
00:25:51: Jeden Franken hilft uns, dass wir uns um die anderen Podcasts auch in Zukunft produzieren können.
00:25:55: Die Spende geht am besten über den Link in der Schau-Nurz.
00:25:58: Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten
00:26:09: Mal.
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